Januar: Der Januar ist ein ruhiger Monat für den Imker. Die Bienen sitzen fest in der Traube und die Winterbehandlung sollte abgeschlossen sein. Ausser gelegentlichen Kontrollen der Stände stehen keine weiteren Arbeiten an.

Februar: An warmen Tagen über 12C° können bereits erste Reinigungsflüge der Bienen stattfinden. Die Bienen beginnen wieder Brut zu pflegen und langsam beginnt das Volk aus seiner Winterruhe zu erwachen.

März: Die Weiden blühen und bei gutem Wetter sammeln die Bienen fleissig Pollen und Nektar.

April: Die Obstbäume blühen und die Bienen tragen bei gutem Wetter reichlich Pollen und Nektar ein. Gegen Ende des Monats kann der erste Honigraum aufgesetzt werden.

Mai: Mit dem Monat Mai beginnt für den Imker die arbeitsreichste Zeit. Löwenzahn und Raps blühen und ein zweiter Honigraum muss aufgesetzt werden. Die Königinnenzucht beginnt und gegen Ende des Monats steht die erste Honigernte an. Regelmässige Kontrollen der Völker müssen nun durchgeführt werden. Die Völker befinden sich in Schwarmstimmung und das Brutnest hat seine maximale Ausdehnung erreicht.

Juni: Spätestens Anfang des Monats muss der erste Honig geschleudert werden, da er sonst in den Waben auskristallisiert. Bereits nach einigen Tagen kann der Honig in Gläser abgefüllt werden. Jetzt erreichen die Bienenvölker ihre maximale Stärke und ab der Sommersonnenwende 21/22 Juni befinden sich die Völker in absteigender Phase. Die Königin legt bereits weniger Eier und das Brutnest wird kleiner.

Juli: Im Monat Juli können die Bienen noch reichlich Nektar sammeln und gegen Mitte des Monats wird der letzte Honig geschleudert. Nach der Ernte bekommen die Völker eine erste Futtergabe und werden gegen die Varroa-Milbe behandelt.

August: Der Sommerblütenhonig ist reif und kann in Gläser abgefüllt werden. Die Winterreserven der Bienen werden kontrolliert und gegebenenfalls ergänzt.

September: An warmen Tagen sammeln die Bienen fleissig Pollen, damit langlebige Winterbienen erzeugt werden können. Ab Mitte September sollten die Bienen nicht mehr gestört werden. Die Volksstärke hat merklich abgenommen, da weitaus weniger Winterbienen schlüpfen als Sommerbienen absterben.

Oktober: An warmen Oktobertagen fliegen die Bienen ein letztes Mal aus um ihre Kotblase vor dem Winter zu leeren. Der Imker kann sich der Reparatur und dem Putzen von Beuten und Material widmen.

November: In den Völkern schlüpft die letzte Brut. Der Imker sollte den natürlichen Varroafall kontrollieren und kann nun gegebenfalls eine Winterbehandlung durchführen. Nun bleibt auch Zeit um aus altem Wachs Kerzen herzustellen.

Dezember: Falls die Winterbehandlung noch nicht durchgeführt werden konnte, sollte diese spätestens im Dezember nachgeholt werden. Ausser gelegentlichen Kontrollen der Bienenstände bleiben keine weiteren Arbeiten.




Bienenbeuten im Winter


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